Verfasst von: soulwriting | 4. Mai 2009

Ideen liegen in der Luft – doch was machen Sie daraus?

Schon oft wollte ich gerne schreiben, hatte aber  keine zündende Idee, worüber ich schreiben könnte. Heute war das auch wieder so. Manchmal schöpfe ich die Ideen von innen, aus mir selbst heraus, indem ich meditiere oder kontempliere, was die aktive Form der Meditation ist. Doch manchmal ist es eben auch wichtig, die eigenen vier Wände zu verlassen und einfach mal nach draußen zu gehen, um Ideen einzufangen.

Also habe ich mich heute Nachmittag auf den Weg gemacht und bin in die Stadt gegangen. Meine erste Station dort war erst einmal die Buchhandlung, in der ich zwei Bücher abholte, die ich mir bestellt hatte. So eine Buchhandlung ist übrigens eine tolle Fundgrube für Ideen. Man findet eine Vielzahl von Büchern, kann darin stöbern und nebenbei darüber nachdenken, wie man selbst über ein Thema schreiben würde, über das man gerade ein Buch in der Hand hält.

Dann bin ich noch ein bisschen über den Marktplatz geschlendert und habe die Stimmung eingefangen, bzw. wahrgenommen. Ich schaue mir dann nicht nur die Menschen an, die mir begegnen oder die Häuser, sondern versuche von einem höheren Beobachtungsposten aus, alles wahrzunehmen, was geschieht. Heute z. B. war das Fernsehen gerade dabei, alles für die Übertragung einer Sendung aufzubauen. Nebenbei saß ein Mann am Klavier und sang und spielte Popsongs, die mich in eine gute Laune versetzten. Plötzlich spürte ich die Einheit mit allem, was um mich herum war. Ich fühlte mich als Teil eines großen Ganzen.  Solche Wahrnehmungen sind immer Geschenke für mich, für die ich dankbar bin.

Natürlich bemerkte ich auch Dinge wie Läden, die leer stehen und einen Bettler mit seinem Hund. Oder an der Würstchenbude begegnete ich einer chinesischen oder japanischen Familie. Mir fiel auf, dass die Frau ziemlich lange brauchte, bis sie ihr Kleingeld zusammengezählt hatte, um ein Würstchen zu kaufen. Vielleicht kannte sie sich mit dem Geld nicht aus? Oder hatte sie vielleicht gerade noch genug für ein Würstchen?

Der Stadtgang gab mir Anregungen für folgende Themen, über die man schreiben könnte:

  • Wie ist es wohl, wenn man als Ausländer in einem fremden Land lebt, dessen Sprache man nicht beherrscht? (Stellen Sie sich doch mal vor, Sie wären in China oder Japan?)
  • Wie berührt die Wirtschaftskrise die Menschen?
  • Gibt es ein Leben nach dem Tod (ein Buch über dieses Thema hatte ich nämlich im Buchladen in der Hand, habe allerdings eine etwas andere Meinung darüber als der Autor.)
  • Was erlebe ich, wenn ich mich als Teil eines großen Ganzen wahrnehme?
  • Hat alles, so wie es ist, einen größeren Sinn?

Es kommt ganz darauf an, worauf ich als Autorin die Aufmerksamkeit lege. Möchte ich auf Missstände aufmerksam machen oder möchte ich die Menschen, die meine Beiträge lesen, anheben und sie in ihrem Herzen berühren. Beides hat seine Berechtigung. Es liegt an Ihnen, wofür Sie sich entscheiden, wenn Sie Ideen einfangen, was Sie dann daraus machen.


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